Live-Ticker zum Schuldenstreit der USA: Haushaltsstreit kostet USA 24 … – FOCUS Online

Der Streit um den Haushalt und die Schuldenobergrenze ist vorbei. Der Kompromiss verhindert eine neue Finanzkrise. Der Schaden ist dennoch immens. Die aktuelle Entwicklung im Live-Ticker.

+++ Republikaner lenken ein, Schuldengrenze wird angegehoben +++

+++ Auch Shutdown soll beendet werden +++

+++ USA mindestens bis zum 7. Februar 2014 liquide +++

+++ Übergangshaushalt bis zum 15. Januar beschlossen +++

+++ S&P schätzt Schaden auf 24 Milliarden Dollar +++
10.30 Uhr: Obwohl im Finanzstreit der USA in letzter Minute eine Übergangslösung gefunden wurde, hat die chinesische Ratingagentur Dagong die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft gesenkt. Die Bonitätsnote fällt von der dritthöchsten Bewertung „A“ auf „A-„, wie Dagong mitteilte. Der Ausblick bleibt negativ, so dass weitere Abstufungen drohen. Die Agentur hatte am Vortag bereits angekündigt, das US-Rating wegen des andauernden Finanzstreits in den Vereinigten Staaten unter die Lupe zu nehmen. Dagong gilt bisher wegen seiner intransparenten Verflechtung von Politik und Wirtschaft in China nicht als ernstzunehmender Konkurrent für die großen westlichen Ratingagenturen Standard & Poor´s, Moody´s und Fitch.

09.40 Uhr: Am Rohstoffmarkt will nach der Einigung im US-Haushaltsstreit keine Freude aufkommen. Händlern zufolge blieben einige Investoren skeptisch, weil es sich bei dem nun erzielten Kompromiss nur um eine vorläufige Lösung handelt. Bereits Anfang 2014 könnte es im Kongress zu einer Wiederauflage des Schlagabtauschs kommen. „In den nächsten Wochen werden die Märkte wohl weiterhin vorsichtig bleiben“, sagte Victor Thianpiriya, Analyst bei der ANZ. Der Kupferpreis verlor am Donnerstag 0,9 Prozent auf 7196 Dollar je Tonne. Das Nordseeöl Brent kostete mit 110,33 Dollar je Fass 0,2 Prozent weniger. WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 101,87 Dollar je Barrel. Auch der Goldpreis gab 0,3 Prozent auf 1276 Dollar je Feinunze nach.

09.11 Uhr:
Trotz der Einigung im US-Haushaltsstreit hat der Dax zur Eröffnung nachgegeben. Der deutsche Leitindex  verlor in den ersten Minuten 0,3 Prozent auf 8817 Zähler. „Dass es zu einem Kompromiss in letzter Minute kommt, war erwartet worden – insofern nutzen viele Investoren den Deal nun für Gewinnmitnahmen“, sagte ein Händler. Am Mittwoch hatte der Dax mit 8846 Punkten so hoch wie nie zuvor geschlossen.

08.45 Uhr: Die Ratingagentur Standard and Poor´s (S&P) hat den ökonomischen Schaden durch den zweiwöchigen Zwangsurlaub in der öffentlichen Verwaltung der USA auf 24 Milliarden Dollar (knapp 18 Milliarden Euro) eingeschätzt. „Wir gehen davon aus, dass der Zwangsurlaub das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal auf das Gesamtjahr hochgerechnet um bis zu 0,6 Prozent belasteten könnte“, hieß es in einer Stellungnahme von S&P. Die Experten befürchten, dass die Auswirkungen auf die Konjunktur möglicherweise stärker sein könnten als beim letzten Haushaltsstreit im Jahr 2011.

08.16 Uhr:
Am Devisenmarkt währte die Freude über einem Kompromiss im US-Haushaltsstreit nur kurz: Der Dollar  verlor am Donnerstag 0,3 Prozent auf 98,45 Yen, nachdem er zunächst auf ein Drei-Wochen-Hoch von 99,01 Yen gestiegen war. Auch zum Euro  verlor der Greenback an Boden – die Gemeinschaftswährung lag mit 1,3547 Dollar über ihrem New Yorker Vortagesschluss von 1,3534 Dollar.

07.25 Uhr: Mit dem Kompromiss ist die Weltwirtschaft nach Ansicht von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim nur knapp an einem Desaster entgangen. „Die globale Wirtschaft ist einer potenziellen Katastrophe ausgewichen“, teilt der Südkoreaner mit und fügt hinzu: „Dies sind gute Nachrichten für die Entwicklungsländer und die Armen der Welt.“

06.47 Uhr: Der mühsam ausgehandelte Finanzkompromiss des US-Kongresses ist in Kraft. Wie das Weiße Haus in Washington mitteilt, hat Präsident Barack Obama in diesen Minuten das Gesetz unterzeichnet.

06.30 Uhr: Die Ölpreise sind nach der Einigung wieder etwas gefallen. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember im asiatischen Handel 110,55 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im November fiel um elf Cent auf 102,18 Dollar. Am Vorabend war der Brent-Preis noch zeitweise über 111,20 Dollar und der US-Ölpreis kratzte an der Marke von 103 Dollar.

05.51 Uhr: Die Republikaner sind mit ihrem Versuch gescheitert, die Gesundheitsreform des Präsidenten in wesentlichen Teilen auszuhebeln. Obama hat jegliche Zugeständnisse abgelehnt. Während er gestärkt aus dem Streit hervorgehen dürfte, stehen die Republikaner laut Umfragen in der Öffentlichkeit als diejenigen da, die das wochenlange Chaos in Washington in erster Linie zu verantworten haben – kein gutes Vorzeichen für die Kongresswahlen in einem Jahr.

04.39 Uhr: Das Repräsentantenhaus hat dem Haushaltskompromiss von Demokraten und Republikanern mit breiter Mehrheit von 285 zu 144 Stimmen zugestimmt und ein Gesetz zur Anhebung der Schuldenobergrenze verabschiedet. Die Zahlungsunfähigkeit der USA wird so knapp 100 Minuten vor dem kritischen Datum am Donnerstag (Ortszeit) abgewendet.


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