Europa League: Gladbach verliert in Sevilla – ZEIT ONLINE

Borussia Mönchengladbach hat gegen den FC Sevilla verloren. Wolfsburg gewann gegen Lissabon und hat gute Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale der Europa League.

Mönchengladbachs Oscar Wendt beim Spiel gegen den FC Sevilla

Mönchengladbachs Oscar Wendt beim Spiel gegen den FC Sevilla  |  © Caroline Seidel/dpa

FC Sevilla – Bor. Mönchengladbach: 1:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach droht das Aus in der Zwischenrunde der Europa League. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga unterlag am Donnerstagabend mit 0:1 (0:0) bei Titelverteidiger FC Sevilla und steht nun vor dem Rückspiel in einer Woche unter Druck. Das entscheidende Tor erzielte Vicente Iborra in der 70. Minute. Die Andalusier blieben damit im zehnten Europapokal-Heimspiel gegen ein deutsches Team ungeschlagen. Die Gladbacher versäumten es, trotz größerer Spielanteile ihre Torchancen zu nutzen. Mönchengladbach muss nun im Rückspiel am kommenden Donnerstag mindestens zwei Tore mehr schießen als Sevilla, um ohne Elfmeterschießen noch das Achtelfinale zu erreichen.

Dabei sah alles zunächst gut aus für die Gäste. In der 20. Minute parierte Sevillas Ersatzkeeper Sergio Rico einen Schuss von Weltmeister Christoph Kramer aus rund 16 Metern. Gegen die unorthodox spielenden und taktisch schwer einzuordnenden Andalusier behielten die Borussen ihre Ordnung bei.

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Sie spielten flach und schnell den Ball aus der eigenen Abwehr. In der 33. Minute spielte Raffael Johnson durch die Abwehrkette von Sevilla den Ball in den Lauf. Der zog mit rechts ab. Doch erneut war der 21-jährige Sevilla-Keeper Rico nicht zu überwinden. “Das war ein genialer Spielzug”, lobte Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof. Auf der Gegenseite musste Yann Sommer zunächst keineTorschüsse parieren, sämtliche fünf Versuche der Gastgeber gingen daneben.

In der zweiten Halbzeit scheiterte Oscar Wendt mit einem Torschuss. Freistehend holte er weit aus, zielte aber etwa zwei Meter am langen Pfosten vorbei. Sieben Minuten später musste Sommer dann erstmals auf der Linie eingreifen. Beim Kopfball von Carlos Bacca hatte er aber keine Probleme. Allerdings deuteten sich bereits zu diesem Zeitpunkt Schwierigkeiten auf der linken Abwehrseite der Gäste an, über die auch der Siegtreffer vorbereitet wurde. In der Mitte schob Iborra den Ball unhaltbar für Sommer ins Eck. Gladbach bemühte sich zwar um den Ausgleich, hatte aber eher Glück, nicht noch ein zweites Tor zu kassieren. 

VfL Wolfsburg – Sporting Lissabon: 2:0 (0:0)

Dank zwei Treffern des Niederländers Bas Dost zum 2:0 (0:0)-Sieg gegen Sporting Lissabon hat der VfL Wolfsburg gute Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales der Europa League. Mit dem Doppelpack (46. Minute/63.) erzielte der Niederländer im Zwischenrunden-Hinspiel seit Jahresbeginn bereits neun Tore. Vor fünf Tagen traf er  beim 5:4-Sieg in Leverkusen vier Mal.

Vor nur 19.207 Zuschauern musste Sporting beim elften Europacup-Auftritt in Deutschland die zehnte Niederlage hinnehmen. In einer Woche können die Wolfsburger beim 18-maligen portugiesischen Meister das Weiterkommen sichern.

Die Wolfsburger begannen offensivstark. Nach 16 Minuten hatte André Schürrle die erste Chance des Spiels, nachdem er durch Kevin De Bruynes Steilpass frei gespielt worden war. Der portugiesische Nationalkeeper Rui Patricio reagierte stark. Nur drei Minuten später hätte Paulo Oliveira eine Hereingabe von Rechtsverteidiger Sebastian Jung fast ins eigene Tor gelenkt.

Die  Gäste setzten vor allem auf Konter und fanden einige Lücken in der VfL-Abwehr. In der 34. Minute tauchte plötzlich André Carillo frei vor Wolfsburgs Schlussmann Diego Benaglio auf, schoss jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause hatten die Hausherren dann erneut Glück, als der israelische Referee Alon Yefet ein Handspiel von Vieirinha im Strafraum übersah.

Nach der Pause eroberte Naldo den Ball und bediente Dost, der Niederländer vollstreckte sicher zur Führung. Danach hielten die Gastgeber den Druck hoch. Dost scheiterte bei einem Kopfball aus kurzer Distanz, de Bruyne konnte Torwart Rui Patricio nicht überwinden (55.). Als dann de Bruyne die Nahtstelle der Sporting-Abwehr fand, musste Dost nur den Fuß hinhalten – Das 2:0.

In der 69. Minute hätte Dost den Hattrick perfekt machen können, kam aber mit seinem Schuss aus elf Metern nicht am Gäste-Keeper vorbei. Auch Schürrle scheiterte zehn Minuten später wieder an Rui Patricio, der damit die Hoffnung der Portugiesen auf ein Weiterkommen am Leben hielt.


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