DLD Tel Aviv 2013: Konferenz der kühnen Visionen und neue Technologien – FOCUS Online

Die Teilnehmer der DLD Konferenz (Digital Life Design) diskutieren in Israels Metropole neue Grenzen der digitalen Kultur. Zum dritten Mal veranstaltet die Innovationsplattform eine Konferenz in Tel Aviv.

Mit mehr als 2000 Gästen brummt der umgenutzte Bahnhof Hatachana wie ein Bienenstock. Statt im Zug nach Jerusalem wird man hier als Passagier in eine Zukunft transportiert, die Unternehmer, Bastler, Tüftler und sogar Roboter gestalten. Es ist eine Welt kühner Visionen und neuer Technologien die gleichzeitig routiniert und faszinierend ist.

Steffi Czerny, Gründerin und Geschäftsführerin der DLD Konferenz, eröffnete das Festival gemeinsam mit Schirmherr Yossi Vardi, dem legendäre israelische Unternehmer und Investor. „Dass wir mit DLD nach Israel gehen, ist natürlich, es liegt in unserer DNA. Schließlich nahm sie vor mehr als zehn Jahren mit „Cool People in the Hot Desert“, einem informellen Austausch israelischer und deutscher Geschäftsmänner, hier ihren Ursprung.“

Im Publikum spiegelt sich dies wider. Die über 1000 ausländischen Gästen sind ein klares Indiz für den hohen Grad der internationalen Bedeutung. Allein die deutsche Delegation umfasst mehr als 100 Teilnehmer. Und kein Zufall: Mangels Ressourcen hat sich der junge Staat in den letzten Jahrzehnten zu einer High-Tech-Hochburg entwickelt. Die „Start-up-Nation“ weist eine hohe Dichte an jungen Technologieunternehmen auf, die sich vor Allem im Großraum Tel Aviv ansiedeln. Dieses Ökosystem hat eine quantitative Analyse 2012 (Startup Genome) weltweit auf Platz zwei gelistet, knapp hinter dem Silicon Valley.

Wie vielfältig die Themen des diesjährigen Festivals sind, zeigten gleich die ersten Podiumsdiskussionen. Während auf einer Bühne die Innovationskraft von Städten besprochen wurde, interviewte Czerny die israelische Justizministerin Zipi Livni, die sich als Chefunterhändlerin für den Friedensprozess und eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzt. Livni äußert sich zuversichtlich, dass die neue Offenheit des Internets auch die Politik öffnen kann. Zudem hält sie es für einen Vorteil, dass die Verhandlungen nicht unter der absoluten Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit stattfinden, sondern die Ereignisse in Ägypten, Syrien und Iran den öffentlichen Druck verringern.


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